LEO BASSI - Agency



      INFOS zu LEO BASSI 






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      Kurzportrait  (Text - Link zu) :

  ¬ ZDF  - " Neues aus der Anstalt "

      Interviews     (PDF) :

  ¬ " Applaus "   (PDF / 7,5 Mb.)
  ¬ " CB Nachrichten "  (PDF / 1,5 Mb.)
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" Clowns haben die enorme Verantwortung, den Glauben an
die Zukunft aufrecht zu erhalten.
Es tut einer Gesellschaft nicht gut, wenn die Komiker auf der
Seite der Macht stehen.
... Die Clowns aber müssen Widerstand leisten. Mein Beruf ist,
über die Mächtigen zu lachen, über diese Ignoranten, die uns
in ihren Händen halten.
"     Leo Bassi



Ξ   Wer ist Leo Bassi ? - plus ein wenig Vita ...

Er ist berüchtigt und gefürchtet.  Er geht immer Risiken ein
- ihm genügt es nicht, nur zu unterhalten.
Der gefährlichste Clown der Welt.

Er hasst Heuchelei, er hasst Angepasstheit, er hasst Gleichmacherei
und Verdummung, Fundamentalismus und Macht.
Und er liebt Vernunft und Anarchie.
Über Grenzen setzt sich Leo Bassi nicht hinweg, nein, er sprengt sie.
Man muss ihn erlebt haben, auf dem Stuhl vor der Bühne gesessen,
gezittert, gebebt und geklatscht haben.

Der Anarcho-Humorist Leo Bassi gastiert international, ein mit den höchsten Comedy-Ehren
und -Preisen gerühmter Clown. Ein Hofnarr unserer Zivilisation, der sinnreich, mutig und
lustvoll in kleine und große Eiterbollen sticht - Reaktionen provoziert, genau dort,
wo Überdruck herrscht!

Leo Bassi - stage in fire
"Mir geht es nicht um die reine Provokation, sondern vielmehr um die Interaktion mit dem Publikum.
Die Menschen sind gewohnt, dass alles gradlinig verläuft - das wirkliche Leben schlängelt sich aber
durch Raum und Zeit. Diese Brüche will ich auch in meinen Auftritten darstellen, und ich gebe zu:
Es macht Spaß zu provozieren und zu verwirren.
... Ich bin Optimist, es geht um Komik, das alles ist ja Spiel.
Aber es gibt ein Verlangen nach einem Bruch dieser falschen Ruhe, die uns ständig umspült und
einlullt. Die Menschen spüren, dass da so viel Falsches ist, und sie hungern danach, dass da
etwas aufplatzt."

Und weiter Leo Bassi in einem Interview: "Es tut einer Gesellschaft nicht gut,
wenn die Komiker auf der Seite der Macht stehen.
... Die Clowns aber müssen Widerstand leisten. Mein Beruf ist es, über die Mächtigen zu lachen,
über diese Ignoranten, die uns in ihren Händen halten."

Weiterhin sagt Bassi: "Der Clown ist nicht einfach nur ein komischer Schauspieler oder einer, der lustige Dinge sagt. Der Clown ist für mich eine Lebenshaltung, eine Art, die Dinge anzusehen und über sie nachzudenken. Und das bedeutet für mich auch Konsequenz.
Konsequenz, im täglichen Handeln der ‘Dreieinigkeit Geld, Macht und Dummheit’ nicht einfach kampflos das Feld zu überlassen."

                                                       Da wo's weh tut - der Provokationskünstler Leo Bassi

Leo Bassi  11. Sept.
•  Nur wenige Wochen nach dem 11. September startete Leo Bassi in "New York" die Premiere
vom "12. Sept." (der Tag danach, die Folgen ... - d.V.).
Heftige Reaktionen, heikel, denn Leo Bassi wusste von der Verbindung der Familie Bush zur Familie Bin Ladens, vieles von dem kam erst später auf im Film von Moore.
Und zuletzt kämpfte selbst Mc Cain im Präsidentschaftswahlkampf verzweifelt um/für seine Distanzierung vom Parteifreund Bush, von dessen Lügen um den Krieg und Machenschaften.
Bei uns nannte Leo Bassi die Show dann "La Vendetta".
Vielleicht wegen den Reaktionen zur ‘Bündnistreue’ etc. (?), jedenfalls noch lange Zeit schwiegen die deutschen Kabarettisten / Comediens das Thema aus.

•   Als es ‘en vogue’ wurde, Bush zu kommentieren, zu der Zeit war Leo Bassi dann schon mit neuem Programm bei dem essentiellen Thema zum Weltgeschehen angekommen:
Toleranz × also beim Fundamentalismus, der kennt keine Toleranz (als Maxime für das Miteinander).
Jeder Fundamentalismus begründet in sich selbst die Intoleranz.
Im Fundamentalismus findet sich die Ursache wie vorgeschobene Legitimation für (unterschiedliche Formen von) Gewalt.

Leo Bassi sah, der (stetig wachsende) religiöse Fundamentalismus zeigt sich nicht nur im Islam,
sondern dieser findet sich ebenfalls tief verankert auch im erzkonservativen christlichen Glauben. Bush gehört der ultrakonservativen methodistischen Kirche in Amerika an, "wiedergeborene Christen" nennen sie sich - die ‘religiösen Rechten’ sind eine machtvolle Kirchenbewegung in den Staaten.
Leo Bassi als Papst

Der religiöse Fundamentalismus zeigt sich auch in Europa, hier insbesondere in den erzkonservativen Strömungen der mächtigen Kath. Kirche.

Mit seinem satirischen, religions- und kirchenkritischen Stück "Revelation" (Offenbarung) traf Leo Bassi ins Mark von spanischen christlichen Fundamentalisten.
Drohanrufe und Morddrohungen folgten, die geradezu in schlimmster Weise hätten wahr werden können, wenn nicht … :  kurz vor der Aufführung des Stücks im ‘Theater Alfil’ / Madrid konnte ein Sprengstoffanschlag auf das Theater vereitelt werden. Und so schließt sich der Kreis.
Leo Bassi verteidigt in seinem Stück "Revelation" die ‘Freiheit des Denkens und der Rationalität’.

Aktion auf der Bühne: Leo Bassi

Wenn er auf der Bühne Cola-Dosen schüttelt und dann ein Loch hineinbohrt, ergibt das zunächst einmal eine Sauerei. Bassi macht daraus eine Demonstration, wie Terror funktioniert:
Das Publikum, zumal in den ersten Reihen, gerät in helle Aufruhr. Um so mehr noch, als er mit einem "Sprengstoff-Gürtel" über die Bühne springt, an dem zehn angebohrte Cola-Dosen befestigt sind, die gleichzeitig ihren Überdruck entladen.
Mit den Mitteln des Theaters demonstriert er die Mechanismen der Macht, des Terrors und der Angst.
Man könnte auch interpretieren, sagen, noch mal Glück gehabt, dies war nur Leo Bassi und nicht (in) Kundus oder London oder Madrid oder ...

Jede seiner Aktionen / Provokationen hat seinen tiefen Hintergrund. Wenn sich dieser einem immer sogleich (selbst) offenbaren würde, das wäre schade, weil dann könnte man diesem gefährlichen Clown vielleicht vertrauen schenken – das aber sollte man lieber nicht tun.

Der Aktionskünstler: Leo Bassi

Leo Bassi, Mittelfinger
In seiner Wahlheimat Spanien ist Leo Bassi eine Persönlichkeit des Öffentlichen Lebens.
Und wenn Leo Bassi nicht auf der Bühne steht, widmet er sich dort unterschiedlichen politischen Aktionen.

Die bekannteste, die uns hier erreichte, war seine Kampagne zur / gegen die Übertragung von
"Wetten dass …?" aus Palmas historischer Stierkampfarena ‘Placa de Toros’.
Die Produktionsfirma hatte 8000 Karten nur an Deutsche verkauft.
Mit Pressekonferenzen im Vorbau startete Bassi seine Aktionen, landesweit wurde berichtet,
es gab da einen echten Wirbel.
Am Veranstaltungstag verkleidete Bassi sich dann als Che Guevara (mit Jeep und kubanischer Flagge) und verteilte mit Hunderten von Demonstranten u.a. vor dem VIP-Eingang Flugblätter
"Gegen die deutsche Invasion". Die Polizei beendete dann das Spektakel.

Von ihm für Spanien erfunden der "Polittourismus" - sein Projekt "Bassi-Bus" wurde weithin bekannt. Mit dem Bassi-Bus fährt der Reiseleiter Leo Bassi seine politisch interessierten Landsleute an Orte, Plätze und Villen, um vor Ort aufzuzeigen, zu beschreiben wie Macht funktioniert und lebt, wie krass Missstände sind und mit welchen Auswirkungen, oder wo mafiöse Strukturen existieren und was sie wie bewirken.

Zur Person Leo Bassi und ein wenig Vita:

Er gehört der 68er-Generation an, ist der Spross einer uralten, traditionsreichen italienisch-französischen Zirkusfamilie. Seine Urgroßeltern und Großeltern erzählten, berichteten ihm von der großen Freiheit, von Anarchie, von dieser Freude, die der Zirkus in die Dörfer gebracht hatte, vom Nomadenleben.

Aber in den sechziger, siebziger Jahren war in den großen Zirkussen kein Quentchen mehr übrig von jener Freiheit, von jenem auf eine Art anarchistischen Leben:
" … da war nur noch vollkommene Banalität, nur noch lasche Vorstellungen für Kinder. Nichts mehr von diesem auf eine Art wilden Leben meiner Kindheit, nichts mehr von der auch politischen Freiheit.

Leo Bassi als WeissClown
Ich spürte, dass es eine Art Rückbesinnung für mich geben musste auf etwas, das vor dieser schrecklichen Vermarktung lag, und begann nach der Seele des Zirkus, nach seinen Ursprüngen zu suchen.
Einige Jahre lang habe ich mich also auf die Suche begeben, habe Vieles gelernt, habe den Zirkus verlassen, Theater, Straßentheater gemacht, forschend nach dem, was für mich die Seele, der Geist dieser Art von Leben war.
Während dieser Zeit des Straßentheaters habe ich eine Menge wichtiger Erfahrungen gesammelt, habe gelernt, wie wichtig es ist, das Publikum zu beobachten, es zu überraschen - wenn Du auf der Straße das Publikum nicht überraschst, gibt es Dir keinen Heller, es bleibt nicht mal stehen.

Ich hatte immer im Sinn, zum Zirkus zurückzukehren, seine anarchische Seite wiederzuentdecken, das Abenteuer. Doch je mehr die Zeit verging, desto radikaler wurde ich, desto mehr entdeckte ich, wie sehr die Massen von einigen Wenigen manipuliert werden, die mit ihnen machen was sie wollen. Das widerstrebt meinem Wesen, meinem großen Wunsch nach Freiheit, nach Unabhängigkeit, zutiefst.
Doch dann habe ich auch entdeckt, dass es viele, vor allem junge Menschen gibt, die genau davon hören wollen, dass es aber niemanden gibt, der ihnen davon erzählt."

Leo Bassi - rote Fahne
• Weiterhin beschreibt Leo Bassi im Hinblick seiner politischen Aktionen außerhalb von Bühne:
"Ich will ein echter Mensch sein, eine konkrete Person. ... Für mich ist ein Künstler jemand, der auf der Straße arbeitet und weder Angst vor Konfrontation oder Macht hat.

… Ich glaube, dass diese wirklichen politischen Aktionen mir auch für das Theater Kraft geben.
Meine Figur bekommt nochmal eine ganz andere Glaubwürdigkeit - das alles sind nicht nur Worte auf der Bühne, sondern da findet wirklich ein Kampf statt. Ich glaube, das ist wichtig.

Das ist ein bisschen wie früher, als der Zirkus im Dorf ankam:
Die Elefanten, die durch die Strassen gingen, die Akrobaten, die Pferde, die Musik. Da strömte plötzlich ein Glanz durch den Alltag, und so gingen die Menschen dann in den Zirkus, um dort eine verwandelte Wirklichkeit zu erleben.
Wirkliche Menschen, die dort unglaubliche Sprünge machten, durch die Luft flogen, ihr Leben riskierten. Das war auch eine Wirklichkeit, aber eine andere
- und das war wichtig für die Menschen.

Da gab es auch eine politische Dimension:
Hinter all′ dem steckte auch die Nachricht an die einfache Bevölkerung, an die Arbeiter und Bauern:
seht her, wir sind einfache Menschen wie Ihr, Bauern wie Ihr, doch wir können sieben Bälle Jonglieren, wir können auf rennenden Pferden mit verbundenen Augen Salti schlagen.
Das heißt, wir können tun, was wir wollen, allein mit der Kraft unseres Willens und unserer Arbeit erreichen wir, was wir uns erträumen.
Das war der Zirkus früher: Ein Ort, an dem die einfachen Menschen träumen konnten,
wo das Unmögliche möglich wurde.

der Clown lächelt
Hier sehe ich meine Aufgabe. Man muss den Traum ins Theater zurückbringen,
sonst ist es einfach nur ein Museum, oder es wird so banal wie das Fernsehen.
Um das zu schaffen, muss man mit seiner Person bezahlen, muss man konkrete Aktionen tun.
Es gibt diesen doppelten Aspekt, der mir wichtig ist:
Ich glaube an das, was ich tue,
und das gibt mir dann auch Kraft, als Theatermensch bestimmte Dinge auf der Bühne zu tun."




Hier zur Website von: Leo Bassi    (öffnet sich im eigenen Fenster - nur in spanisch)


  
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